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Auf dieser Seite finden sich von unserem Redakteur Klaus Mommsen zusammengestellte Nachrichten aus und zu Marinen aus aller Welt, die aus Platzmangel oder wegen nur kurzfristiger Aktualität in der gedruckten Ausgabe entweder gar nicht erscheinen oder die wir wegen des frühen Redaktionsschlusses dort nicht in angemessenem zeitlichen Zusammenhang darstellen können und daher an dieser Stelle schon einmal vorweg nehmen.
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Wir sind bemüht, diese Seite etwa wöchentlich zu aktualisieren.
Daneben haben wir auf dieser Seite (rechts) Links aufgenommen, die interessierten - und sprachkundigen - Lesern direkten Zugang zu aktuellen Nachrichten der US Navy, der britischen Royal Navy, der französischen Marine Nationale, sowie der russischen Marine bieten.
Für aktuelle Nachrichten aus der Deutschen Marine verweisen wir auf den animierten Link auf der linken Seite.
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Beim in den USA produzierten Internet-Marine-Nachrichtenportal SeaWaves findet sich neben vielen anderen Inhalten auch eine Seite, auf der - weltweit - geplante bzw. angekündigte Schiffsbesuche (auch deutscher Einheiten) detalliert aufgelistet sind.
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aktualisiert am 5. Februar 2012
nächste Aktualisierung - voraussichtlich - am 12. Februar 2012
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UPDATE PIRATERIE (Redaktionsschluss 4. Februar)
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In unserer Rubrik DAUERBRENNER geben mehrere Beiträge Hintergrundinformationen zu gesetzlichen Grundlagen des Kampfes gegen Piraterie, veranschaulichen die Sicht der Bundespolitik zur Problematik und diskutieren mögliche Lösungsansätze.
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Auch in dieser Woche blieben somalische Piraten ohne Erfolg, wenngleich unverändert mehrere Gruppen in See unterwegs sind und immer wieder auch Kaperungen versuchen. So wurde am 28. Januar von einem Frachter mitten im Arabischen Meer beobachtet, wie eine Dhau ein mit fünf bewaffneten Männern bewaffnetes Skiff aussetzte, das sich dann näherte – den mutmaßlichen Angriff aber wieder abbrach (möglicherweise nach Maßnahmen eines eingeschifften, bewaffneten Sicherheitsteams). Iranischen Medien zufolge soll die iranische Marine am 31. Januar im Ostausgang des Golfs von Aden den Angriff auf einen Tanker vereitelt haben. „Massives Feuer“ habe die Skiffs in die Flucht geschlagen. Andere Quellen erwähnen den Vorfall nicht.
Piratengruppen sollen im Arabischen Meer, etwa 420 sm nordöstlich der Seychellen, sowie weiter östlich, nur 100 sm von indischen Inseln entfernt auf Beute warten. Weitere Gruppen wurden am 31. Januar in Camps an der somalischen Küste bei offenbar Vorbereitungen zum Auslaufen beobachtet.
Der britische Versorger FORT VICTORIA hat am 31. Januar 14 mutmaßliche Piraten den Behörden der Seychellen zur Strafverfolgung überstellt. Die Männer waren zwei Wochen zuvor bei der Befreiung einer von ihnen gekaperten und anschließend als Mutterschiff genutzten Dhau festgenommen genommen worden.
Auch das dänische Mehrzweckschiff ABSALON konnte zumindest vier von 25 nach Befreiung einer iranischen Dhau seit dem 6. Januar an Bord in Gewahrsam gehaltenen mutmaßlichen Piraten auf den Seychellen „los werden“. Am 18. Januar hatten die dortigen Behörden eine Übernahme noch abgelehnt, da die Piraten „außerhalb des in einem Abkommen definierten Gebietes“ festgesetzt worden seien. Für die restlichen an Bord der ABSALON gebliebenen 21 mutmaßlichen Piraten wird weiterhin ein „Abnehmer“ gesucht.
Schon seit dem 21. Januar ist der 18. Anti-Piraterie-Verband der iranischen Marine im Einsatz. Im Gegensatz zu früheren Einsatzgruppen war das Auslaufen der Fregatte NAGHDI (Typ US PF-103) und des Versorger KHARG diesmal nicht zum Medienereignis gestaltet worden. Nach etwas mehr als einer Woche Einsatz im Golf von Aden verlegten die beiden Schiffe ins Rote Meer, wo sie am 4. Februar in Dschidda (Saudi Arabien) zu einem geplanten Hafenbesuch einliefen.
Aus Norfolk (USA) ist am 30. Januar der Zerstörer ARLEIGH BURKE zum „Anti-Piraterie Einsatz im Zuständigkeitsbereich der 5. US Flotte“ ausgelaufen.
Das türkische Parlament hat am 25. Januar den Einsatz der türkischen Marine zur Bekämpfung der Piraterie am Horn von Afrika um ein weiteres Jahr verlängert. Die türkische Marine ist derzeit mit der Fregatte GIRESUN im NATO-Verband SNMG-2 vor der somalischen Küste eingesetzt. Daneben sind weitere Einheiten regelmäßig auch in den multinationalen Einsatzverband CTF-151 integriert.
Allmählich setzt sich bei den meisten in rein nationalem Auftrag am Horn von Afrika operierenden Marinen die Einsicht durch, dass Koordination von Aktivitäten die Effektivität deutlich erhöhen und zugleich Ressourcen schonen kann. Vor diesem Hintergrund bilden sich denn auch unvermutete „Zweckgemeinschaften“. Am 2. Februar meldeten Medien, Indien, China und Japan hätten damit begonnen, die Einsätze ihrer Kriegsschiffe zur Konvoisicherung im Golf von Aden zu „koordinieren“. Verstärkte Zusammenarbeit gibt es auch zwischen den Einsatzverbänden von EU, NATO und CTF-151 mit der Russischen Marine. Am 2. Februar führten der russische Zerstörer ADMIRAL TRIBUTS und der Tanker PECHENGA eine kurze Übung mit dem NATO-Einsatzverband SNMG-1 und dem US-Zerstörer HALSEY (Führungsschiff der CTF-151) durch. Geübt wurde u.a. die gegenseitige Versorgung in See.
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ANGOLA
Am 31. Januar lief bei der Galati Shipyard in Rumänien das erste von drei neuen Fischereischutzfahrzeugen für Angola vom Stapel.
Galati Shipyard ist eine Tochter der niederländischen Damen Schelde, die Hauptauftragnehmer für das Vorhaben ist und auch das Design der Fahrzeuge entwickelt hat. Die Beschaffung ist nicht zu verwechseln mit dem Vorhaben der angolanischen Marine zum Erwerb von Offshore Patrol Vessel. Auftraggeber ist auch nicht das angolanische Verteidigungsministerium, sondern das Ministerium für Landwirtschaft, ländliche Entwicklung und Fischereiwesen; die Finanzierung erfolgt mit Unterstützung durch die niederländische Regierung und die ING Bank. Die Niederlande waren von Beginn an in das Projekt involviert, das zunächst sogar als Vorhaben des niederländischen Entwicklungshilfeministeriums lief, von diesem dann aber (aus finanziellen Gründen?) abgebrochen worden war.
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Beim nun zu Wasser gelassenen ersten, auf den Namen NGOLA KILUANGE getauften Schiff handelt es sich um ein Fishery Inspection Surveillance Ship vom Typ FISV-6210. Das 62 m Schiff soll vor allem Aufgaben in der stark illegal befischten Erweiterten Wirtschaftszone Angolas wahrnehmen und bietet dazu auch einem leichten Hubschrauber Lande- und Startmöglichkeiten. Eine offizielle Grafik lässt keinerlei Bewaffnung erkennen; leichte Rohrwaffen (Maschinengewehre auf mobilen Lafetten) sind allerdings anzunehmen. Feuerlöschausrüstung (zwei Feuerlöschkanonen über der Brücke) deutet auch auf Einsatz im Rahmen Seenotrettung. Der NGOLA KILUANGE soll noch ein zweites, typgleiches Schiff folgen. Dritte zu bauende Einheit wird dann ein kleineres (28 m) Fischereiforschungsfahrzeug vom Design Fishery Research Vessel FRV 2810.
Der spätere Einsatz der drei Neubauten wird im Rahmen eines Regionalprogramms der South African Development Community (SADC) in enger Zusammenarbeit mit dem südlichen Küstennachbarn Namibia und auch Südafrika erfolgen. In Südafrika sollen die Neubauten übrigens auch ihre Wartungs- und Instandsetzungsperioden absolvieren – bei der dortigen Damen-Tochter Damen Shipyards Cape Town.
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FINNLAND
Die vier FK-Boote der RAUMA-Klasse durchlaufen nacheinander einer Werftliegezeit zur Grundinstandsetzung und Modernisierung.
Das auch als „Mid-Life Modernization“ bezeichnete Vorhaben war Mitte 2010 beschlossen worden und soll den vor 20 Jahren gebauten 250-ts Kampfbooten die Indiensthaltung bis nach 2020 ermöglichen. Hauptauftragnehmer für das mit insgesamt etwa 65 Mio. Euro bezifferte Vorhaben ist die finnische Patria; als Unterauftragnehmer sind die finnische Western Shipyard Oy, die schwedische Saab und Norwegens Kongsberg maßgeblich beteiligt.
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Zentrales Element der Modernisierung ist die Installation von Gefechtsführungs- und Waffeneinsatzsystemen “der vierten Generation” (Saab 9LV Mark 4). Daneben werden aber auch fast alle anderen Bereiche der Boote grundüberholt und modernisiert. So erhalten die vier RAUMA moderne Fernmeldeausrüstung, Brückenmanagement-/Navigations-Systeme, neue Rumpfsonargeräte, und an Stelle des achtern installierten Nahbereichs-Flugabwehr-FK-Systems Mistral werden Düppelwerfer eingerüstet. Neue „schiffstechnische Subsysteme“, Kombüsen sowie größere Frischwasser- und Abwassertanks sollen bei autonomen Operationen eine längere Stehzeit in See ermöglichen.
Die Arbeiten an Typboot RAUMA hatten schon im August 2010 begonnen und sind inzwischen wohl auch schon beendet. Derzeit liegt die NAANTALI in der Werft. Auch bei ihr sind die Arbeiten an den schiffstechnischen Systemen schon weitgehend abgeschlossen; im Frühjahr soll das neue Gefechtsführungssystem installiert werden. Nach der NAANTALI kommen dann RAAHE und PORVOO an die Reihe. 2013 sollen alle Arbeiten abgeschlossen sein. Nach dann folgenden Erprobungen und „operational work-up“ sollen alle vier Boote bis Anfang 2014 wieder einsatzklar sein.
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IRAN
Grundsätzlich vollzieht sich die Lageentwicklung um den Iran weiterhin vornehmlich auf der verbalen Ebene.
Propaganda und Drohgebärden - sicher auch bewusst lancierte Desinformation - beherrschen das Geschehen. So zitierten US-Medien den US Verteidigungsminister Leon Panetta mit Bemerkungen zu einem „wahrscheinlichen israelischen Angriff im April, Mai oder Juni“. Panetta selbst bestätigte die Aussagen nicht, dementierte sie aber auch nicht. Offenbar kommt ihm wachsender Druck auf den Iran durchaus nicht ungelegen.
Für Druck sorgen auch die zunehmend greifenden wirtschaftlichen Sanktionen u.a. der Europäischen Union, auch wenn das angekündigte Öl-Embargo erst am 1. Juli in Kraft treten soll. So wurden mehrere Schiffe mit Getreidelieferungen für den Iran in andere Häfen umgeleitet, da dem Iran die bisher übliche Bezahlung über seine inzwischen boykottierte Staatsbank nicht mehr möglich ist. Auch ohne offiziell geltendes Embargo zögern immer mehr Reedereien mit dem Anlaufen iranischer Häfen oder dem Transport iranischen Öls. Etwa 95 Prozent aller weltweit fahrenden Tanker sind nach Regeln versichert, die europäischem Recht unterliegen. Angesichts der von der Europäischen Union erklärten und angekündigten Sanktionen besteht für sie bei einer Havarie schon jetzt das reale Risiko eines totalen Versicherungsausfall, was bei größeren Ölverschmutzungen extrem teuer würde.
Die iranische Führung lässt zumindest öffentlich keinerlei Bereitschaft zum Einlenken erkennen, auch wenn hinter den Kulissen ganz sicher nach Kompromissen gesucht wird. In vornehmlich auch für die eigene Bevölkerung bestimmten öffentlichen Erklärungen herrschen martialische Töne vor. Präsident Ahmedinejad fordert in seinem Budgetentwurf für das kommende Jahr eine Erhöhung der Verteidigungsausgaben um 127 Prozent, und Religionsführer Ali Chamenei droht in einer Rede zum Jahrestag der Iranischen Revolution (1979) lautstark mit scharfer Vergeltung für Sanktionen oder gar einen militärischen Angriff. Iranische Waffenfabriken haben die „Massenproduktion“ von Zafar Seeziel-FK begonnen. Die kleinen Flugkörper können auch von den Speedbooten der „Pasdaran See“ eingesetzt werden, haben aber nur eine kurze Reichweite und eignen sich auch nur zur Bekämpfung kleinerer Seeziele.
Am 4. Februar meldeten einige Medien zunächst, die Marine der Revolutionsgarden (IRGC) habe „in der Nähe der Straße von Hormuz einen Monat dauernde Manöver“ begonnen. Spätere Meldungen machten klar, dass die Übung des IRGC tatsächlich weit im Inland (200 km nördlich der Meerenge) erfolgt und offenbar keinerlei maritimen Bezug hat. Das am 6. Januar schon für den 27. Januar angekündigte zehntägige Großmanöver „Heiliger Prophet 7“, bei dem u.a. die „Fähigkeit zur Blockade der Straße von Hormuz demonstriert“ werden sollte, hat nach wie vor nicht begonnen; es wird in iranischen Medien auch seit einigen Wochen nicht mehr erwähnt.
Reale Vorbereitungen für einen unmittelbar bevorstehenden Konflikt sind weiterhin noch nicht zu erkennen – auch wenn Medien natürlich in jeder Flottenbewegung solche vermuten. So wurde am 30. Januar die Suezkanal-Südpassage des US-Zerstörers MOMSEN und des US-U-Bootes ANNAPOLIS als solche bewertet – auch wenn beide Einheiten zur bereits in der Region operierenden Carrier Strike Group um die ABRAHAM LINCOLN gehören und nur ihrem Verband folgen. Gleiches gilt für die Suezkanal-Passage des britischen Zerstörers DARING (am 2. Februar). Die weitaus meisten Medien ignorieren die Tatsache, dass die Einsätze aller bisher in die Region verlegten und verlegenden Kampfschiffe im Rahmen langjähriger Routine seit Monaten, ja teils sogar seit mehr als einem Jahr geplant sind; es sind keine so genannten „Surge Deployments“. Die Einheiten bieten zwar Optionen für einen möglichen Konflikt, ihr Einsatz steht aber nicht in ursächlichem Zusammenhang mit der aktuellen Entwicklung. Dies gilt auch für die im März geplante Verlegung des US-Flugzeugträgers ENTERPRISE.
Erste wirkliche Reaktion auf die Lageentwicklung wäre die - angeblich - geplante Verlegung des französischen Flugzeugträgers CHARLES DE GAULLE. Eine russische Nachrichtenagentur griff die Meldung einer einzelnen israelischen Zeitung auf, nach der der französische Flugzeugträger sich im März/April auf den Weg in die Region machen und dort den „drei US-Flugzeugträgern anschließen“ soll. In französischen Medien sucht man dieses Gerücht bisher vergebens. Fakt ist, dass der einzige französische Flugzeugträger nach einer mehrmonatigen Wartungs- und Instandsetzungsperiode erst im Dezember mit Probefahrten begonnen hat. Nach ursprünglicher Planung der französischen Marine sollte operative Einsatzausbildung incl. Flugbetrieb erst im März beginnen. Erst wenn diese Einsatzausbildung vorgezogen und deutlich beschleunigt würde, erhielte das Gerücht Substanz.
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RUSSLAND
Die Einsatzgruppe um den Flugzeugträgers ADMIRAL KUZNETSOV hat ihren „Ausflug“ ins Mittelmeer beendet.
Am 1. Februar passierte der Flugzeugträger mit seinen Begleitschiffen aus Nordflotte und Baltischer Flotte die Straße von Gibraltar und läuft jetzt westlich der Iberischen Halbinsel nach Norden in Richtung Heimat. Auf dem Marsch sind weitere verbandsinterne taktische Übungen geplant; auch Flugbetrieb will die ADMIRAL KUZNETSOV noch durchführen.
Ankündigungen für weitere Hafenbesuche gibt es bisher nicht, und auch im Mittelmeer wurden in der letzten Woche keine Häfen mehr angelaufen.
Eine kleine Facette am Rande: einige “notorische” Medien und Internet-Blogger melden die russische Trägerkampfgruppe noch immer vor der syrischen Küste -bereit, eine Intervention von NATO/USA abzuwehren.
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RUSSLAND
Am 1. Februar wurde im französischen St. Nazaire mit dem Bau des ersten von zwei in Frankreich für die russische Marine zu bauenden Hubschrauberträgern der MISTRAL-Klasse begonnen.
Nach längerem Verhandlungspoker hatte Russland den Franzosen im Sommer 2011 den mit insgesamt mindestens 1,2 Mrd. US-Dollar (einige Quellen sprechen von 1,7 Mrd.) für den Bau der beiden 21.000-ts Schiffe - einschließlich Transfer „sensitiver“ Technologie - erteilt. Die meisten Medien nennen nur DCNS als Vertragspartner, tatsächlich aber werden die in Frankreich zu bauenden zwei Schiffe aber von der - nicht zu DCNS gehörenden - STX Europe hergestellt (für die französischen MISTRAL hatten STX und DCNS eine Joint Venture gebildet). DCNS liefert Baupläne und wird sicher auch für einen Teil der Ausrüstung als Zulieferer fungieren. Nach endgültiger Vertragsunterzeichnung und Überweisung einer ersten Rate hatten die Franzosen im Dezember auch schon mit der Fertigung erster Module begonnen, die nun zügig „verarbeitet“ werden. Einige weitere Module werden auch in Russland vorgefertigt. Schon „in 36 Monaten“ soll der Neubau geliefert werden. Das zweite Schiff soll dann ein Jahr später folgen, allerdings will STX mit seinem Bau angeblich erst dann beginnen, wenn das erste Schiff komplett bezahlt ist.
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Die beiden Schiffe, für die offiziell die Namen SEVASTOPOL und VALDIVOSTOK genannt werden, sollen bei der Nordflotte und der Pazifikflotte stationiert werden – auch wenn der Name SEVASTOPOL eher auf die Schwarzmeerflotte hinweisen würde. Bei der russischen Marine sollen sie jeweils 16 Hubschrauber an Bord nehmen: je acht Transporthubschrauber Ka-29 Helix (für den Truppentransport) und Kampfhubschrauber Ka-52 Hokum-B. Im Dockteil sollen jeweils vier kleinere Landungsboote mitgeführt werden. Jedes Schiff soll darüber hinaus Transportkapazität für bis zu 70 gepanzerte Fahrzeuge und 450 ausgerüstete Soldaten haben.
Nach den zwei in Frankreich zu bauenden MISTRAL sollen zwei weitere Hubschrauberträger mit französischer Werfthilfe in Russland entstehen. Schon seit dem Sommer 2011 machen sich 70 russische Ingenieure und Techniker in St. Nazaire mit der Technik der Schiffe vertraut. Die endgültigen Verträge warten allerdings noch auf ihre offizielle Unterzeichnung, die „für 2012“ angekündigt ist. Wo genau die dritte und vierte MISTRAL allerdings gebaut werden, ist derzeit nicht ganz klar. Zunächst hatte es geheißen, die Baltische Werft (St. Petersburg) werde die Schiffe auf einer neuen, noch fertig zu stellenden Filiale bauen. Im Dezember sprach Verteidigungsminister Serdyukov dann allerdings überraschend von Sevmash in Severodvinsk.
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USA
An der US-Atlantikküste hat am 30. Januar die amphibische Großübung „Bold Alligator 2012“ begonnen.
Insgesamt 20.000 Soldaten sind an dieser noch bis zum 12. Februar dauernden „größten amphibischen Übung der letzten zehn Jahre“ beteiligt, als deren Ziel eine „Wiederbelebung der Grundlagen amphibischer Operationen“ genannt wird. Vor allem aber geht es auch darum, den Einsatz von US Marines oberhalb des in den letzten Jahren üblichen Levels der Marine Expeditionary Unit (MEU, ca. 2.200 Mann) zu üben. Höhepunkt wird denn auch eine amphibische Kampflandung in Brigadestärke, bei der eine aus zehn Einheiten bestehende Amphibious Task Force die 2nd Marine Amphibious Brigade gegen „mittlere Bedrohung“ bei Camp Lejeune an der Küste North Carolinas an Land setzen wird. Daneben sind noch eine weitere amphibische Kampflandung bei Fort Story (Virgina) sowie eine von See her bei Fort Pickett (Virgina) durchgeführte Luftlandung geplant.
Fiktive Ausgangslage ist die Invasion von „Amber“ (in der Übungsgeographie Teile von North Carolina) durch eine Panzer-/Panzergrenadierdivision des „aggressiven“ Nachbarn „Garnet“. Die Regierung des bedrängten „Amber“ bittet die USA um Hilfe, den Vormarsch des Angreifers zu stoppen und ihn wieder aus dem Lande zu vertreiben. Das Übungsgebiet reicht dabei von den Küstengewässern Virginias und North Carolinas bis ins Inland, wobei auch Flusskampfkräfte (Riverine Forces) zum Einsatz kommen. Neben den Übungsabschnitten mit realen Truppen werden einige Szenarios auch nur am Computer simuliert.
In einem mehrtägigen Übungsvorlauf machten sich Führungsstäbe, Kommandanten und Operationsoffiziere u.a. auch vor einem „tactical floor“ mit der Übungsgeographie und dem geplanten Szenario vertraut und entwickelten erste operative Pläne. Am 30. Januar liefen die beteiligten Einheiten dann aus ihren Stützpunkten aus in Ausgangspositionen für erste Vorübungen oder begannen mit der Beladung von Truppen und Gerät. Zu den Teilnehmern gehören mit IWO JIMA, WASP und KEARSARGE gleich drei amphibische Träger, die von weiteren amphibischen Schiffen ihrer Amphibious Ready Groups ergänzt und Überwasserkampfeinheiten, U-Booten, Minenabwehrkräften, Fliegerkräften sowie großen Schiffen des Military Sealift Command unterstützt werden. Letztere machen deutlich, dass „Bold Alligator 2012“ nicht zuletzt auch die operativen Vorteile des zentralen Konzeptes „Sea Basing“ demonstrieren soll.
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Ebenfalls in „Bold Alligator 2012“ eingebunden ist die Carrier Strike Group (CSG) um den Flugzeugträger ENTERPRISE. Der Flugzeugträger und seine Begleitschiffe hatten im Rahmen eines Work-up für einen geplanten Einsatz in den letzten zwei Wochen bereits vor Norfolk eine Composite Training Unit Exercise (COMPTUEX) durchgeführt. Mit „Bold Alligator“ schließt die Kampfgruppe um den dienstältesten Flugzeugträger der US Navy die Vorbereitung für diesen Einsatz ab. Im März soll die ENTERPRISE CSG Norfolk in Richtung Arabisches Meer / Persischer Golf verlassen. Der lange geplante, mehrmonatige Einsatz soll letzter operativer Einsatz der ENTERPRISE sein; nach Rückkehr soll das 51-jährige Schiff dann deaktiviert werden.
Auch wenn überwiegend US-Kräfte teilnehmen, die Übung national geführt wird und inhaltlich auch weitgehend die Umsetzung nationaler Konzepte verfolgt, ist „Bold Alligator 2012“ doch kein rein nationales Vorhaben. 150 kanadische Soldaten, 80 britische Royal Marines, vor allem aber der französische Hubschrauberträger MISTRAL, machen aus der amphibischen Großübung ein multinationales Manöver, und noch weitere Länder (Australien, Italien, Neuseeland, Niederlande, Spanien) sind mit kleinen Kontingenten und / oder Beobachtern mit von der Partie.
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